TI-Anbindung: Gematik fordert rechtzeitige Konnektor-Updates für ECC-Umstellung

Die Gematik weist Leistungserbringer wie Arztpraxen und Apotheken darauf hin, ihre Konnektoren zur Telematikinfrastruktur (TI) bis zum 30. September 2026 zu aktualisieren. Dies ist zwingend erforderlich, um die Kompatibilität mit der neuen ECC-Verschlüsselung und den ab Oktober 2026 eingeführten ECC-only eGK sicherzustellen. Eine fristgerechte Anpassung gewährleistet die reibungslose Nutzung aller TI-Dienste.

Die Gematik hat Leistungserbringer in Deutschland auf die Notwendigkeit von Aktualisierungen ihrer Konnektoren für die Telematikinfrastruktur (TI) hingewiesen. Sowohl Einbox- als auch Highspeed-Konnektoren müssen bis spätestens zum 30. September 2026 auf die jeweils aktuellen Produktversionen (gemäß PTV6 bzw. PTV2) gebracht werden. Diese Maßnahme ist essenziell, um eine kontinuierliche und unterbrechungsfreie Anbindung an die TI zu gewährleisten. Der Hintergrund für diese Anforderung ist die schrittweise Umstellung der TI-Verschlüsselung. Die bisherige RSA-Verschlüsselung wird auf die modernere Elliptic Curve Cryptography (ECC) umgestellt. Mit Beginn des 1. Oktober 2026 werden die ersten elektronischen Gesundheitskarten (eGK) ausschließlich mit ECC-Verschlüsselung ausgegeben. Ohne die entsprechenden Konnektor-Updates wären diese neuen eGKs nicht mehr lesbar und nutzbar, was zu erheblichen Einschränkungen im Praxis- und Apothekenalltag führen würde. Für Arztpraxen, Apotheken und weitere medizinische Einrichtungen bedeutet dies, dass sie frühzeitig die Planung und Durchführung der Updates mit ihren IT-Dienstleistern abstimmen sollten. Eine rechtzeitige Aktualisierung verhindert Ausfälle bei wichtigen TI-Diensten wie dem E-Rezept, der elektronischen Patientenakte (ePA) oder der Kommunikation mit Krankenkassen. Die Gematik unterstreicht, dass nur Systeme mit dem neuesten Softwarestand den aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprechen und langfristig stabil in der Telematikinfrastruktur betrieben werden können. Diese Anpassung ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms für die TI. Ziel ist es, nicht nur die Verschlüsselungsverfahren zu erneuern, sondern auch die Architektur, die Leistungsfähigkeit und die Benutzerfreundlichkeit der digitalen Gesundheitsinfrastruktur kontinuierlich zu verbessern. Quelle: Deutsches Ärzteblatt