Telemedizin in Apotheken: 5.000 Standorte nutzen DoctorBox-Plattform

Rund 5.000 deutsche Apotheken verfügen nun über die technische Ausstattung, um assistierte Telemedizin über die DoctorBox-Plattform anzubieten. Diese Entwicklung ermöglicht Apotheken, vergütete, begleitete Videosprechstunden und digitale Ersteinschätzungen als neues Serviceangebot zu etablieren. Damit stärken sie ihre Rolle innerhalb der digitalen Gesundheitsversorgung und erleichtern Patienten den Zugang zu telemedizinischen Leistungen.

Seit Anfang September sind schätzungsweise 5.000 Vor-Ort-Apotheken in Deutschland technisch für die Bereitstellung von assistierter Telemedizin (aTM) gerüstet. Dies wurde durch die Installation der DoctorBox-Plattform als App auf den über ApoChannel bereitgestellten iPads realisiert. Diese Initiative fällt in den Zeitraum, in dem Apotheken seit dem 1. Juli 2026 gesetzlich berechtigt sind, assistierte Telemedizin anzubieten und dafür eine entsprechende Vergütung zu erhalten. Das neue Leistungssegment beinhaltet die Möglichkeit, begleitete Videosprechstunden sowie digitale Ersteinschätzungen durchzuführen. Für jede begleitete Videosprechstunde ist eine Vergütung von 30 Euro vorgesehen, während digitale Ersteinschätzungen mit 4 Euro honoriert werden. Um den Einstieg für die Apotheken zu erleichtern, werden die Grundgebühren für die Nutzung der Plattform zum Marktstart temporär reduziert. Dies etabliert ein hybrides Versorgungsmodell, das die lokale Präsenz der Apotheken mit digitaler ärztlicher Leistungserbringung verbindet. Das Angebot richtet sich insbesondere an Patienten, die über keine eigene umfangreiche technische Ausstattung verfügen oder eine geringere Affinität zu digitalen Anwendungen besitzen. Durch die Nutzung vertrauter Apothekenstandorte als Zugangspunkte wird die Hemmschwelle zur Inanspruchnahme von Videosprechstunden gesenkt. Für die Telemedizin-Plattformen bedeutet der flächendeckende Roll-out eine signifikante Erweiterung der Infrastruktur, während Apotheken ihre Funktion im Kontext einer modernen und digitalen Patientenversorgung ausbauen können. Quelle: openPR