STIKO präzisiert Booster-Empfehlung für Corona-Impfung: Fokus auf Risikogruppen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) in Deutschland hält an ihrer Empfehlung für eine Corona-Auffrischimpfung mit dem angepassten Biontech-Impfstoff fest. Besonders Menschen ab 60 Jahren, Personen mit Vorerkrankungen sowie medizinisches Personal sollen sich im Herbst 2026 boostern lassen. Trotz neuer Virusvarianten wie "Nimbus" und "Stratus" sehen Experten weiterhin guten Schutz vor schweren Verläufen und keine Notwendigkeit für eine Änderung der Teststrategie.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlungen für eine Auffrischimpfung gegen SARS-CoV-2 in Deutschland bestätigt. Sie rät weiterhin dazu, den seit September 2025 erhältlichen, angepassten Biontech-Impfstoff zu nutzen. Die Empfehlung richtet sich an Personen ab 60 Jahren, Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen, wobei der Herbst 2026 als bevorzugter Zeitpunkt für die Impfung genannt wird. Aktuellen Analysen des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge dominiert im Juli 2026 die SARS-CoV-2-Linie NB.1.8.1, bekannt als „Nimbus“. Auch weitere Varianten wie XFG („Stratus“) und BA.3.2 („Cicada“) sind in Deutschland nachweisbar. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet das Risiko durch diese Varianten als gering und geht davon aus, dass die Effektivität der vorhandenen Impfstoffe bezüglich schwerer Krankheitsverläufe nicht wesentlich beeinträchtigt wird. Für die SARS-CoV-2-Testung bleiben Antigen-Schnelltests eine valide Option, solange sie innerhalb des angegebenen Haltbarkeitsdatums verwendet werden. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass die Tests bei den neuen Varianten unzuverlässiger sind. Eine Nutzung nach Ablauf der Haltbarkeit wird jedoch als zunehmend ungenau eingestuft. Die Gesundheitsbehörden betonen, dass die zugelassenen Impfstoffe auch gegen die aktuell zirkulierenden Viruslinien einen effektiven Schutz vor schweren Krankheitsverläufen bieten. Daher wird weiterhin ein besonderes Augenmerk auf den Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen gelegt. Die Impfkampagnen und Teststrategien für den Herbst 2026 müssen an die aktuelle Variantenlage angepasst, jedoch nicht grundlegend umstrukturiert werden. Quelle: ADAC