Schweizer Krankenhäuser: Strategische Prioritäten liegen auf Digitalisierung und Sicherheit

Eine neue Untersuchung beleuchtet die strategischen Schwerpunkte Schweizer Krankenhäuser. Cybersecurity, Shared Services und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) stehen dabei im Fokus. Trotz positiver Entwicklungen bleibt die umfassende Skalierung digitaler Lösungen eine Herausforderung.

Eine aktuelle Analyse der finanziellen Situation und strategischen Ausrichtung Schweizer Krankenhäuser offenbart eine leichte wirtschaftliche Erholung sowie klare Prioritäten für die Zukunftsgestaltung. Besonders hervorgehoben werden dabei die Bereiche Cybersicherheit, Shared Services und die Implementierung künstlicher Intelligenz (KI) zur Effizienzsteigerung. Die Studie zeigt, dass ein Großteil der befragten Finanzverantwortlichen – konkret 71 Prozent – bereits Funktionen zentralisiert oder Shared-Service-Modelle eingeführt haben. Ziel ist es, Prozesse zu konsolidieren und Kosten zu optimieren. Im Hinblick auf KI setzen 66 Prozent der global befragten Führungskräfte diese Technologie aktiv ein. Rund 63 Prozent der IT-Leiter erwarten zudem, dass KI den administrativen Aufwand im Gesundheitswesen signifikant reduzieren wird. Dennoch stößt die breite Einführung und Skalierung von KI in Schweizer Spitälern auf verschiedene Hindernisse. Dazu zählen strenge Datenschutzbestimmungen, die Komplexität heterogener IT-Landschaften, ein Mangel an qualifiziertem IT-Personal sowie die Notwendigkeit klar definierter Governance-Strukturen für datenbasierte Innovationen. Diese Faktoren bremsen eine schnellere Adaption. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Investitionen in Digitalisierung und Sicherheit zunehmend als Kernaufgabe des Managements betrachtet werden. Dies deutet auf einen anhaltenden Bedarf an spezialisierten Lösungen hin, darunter solche für Identitäts- und Zugriffsmanagement, Cyber-Resilienz, interoperable Datenplattformen und KI-gestützte Prozessautomation im Schweizer Krankenhaussektor. Quelle: KPMG Schweiz