Schweiz plant umfassenden Gesundheitsdatenraum: Vernehmlassung ab 2027

Die Schweiz bereitet die Einführung eines nationalen Datenraums für Gesundheitsinformationen vor, der das elektronische Gesundheitsdossier ergänzen soll. Dieser „Swiss Health Data Space“ zielt darauf ab, strukturierte Gesundheitsdaten für Behandlungs-, Abrechnungs- und Aufsichtszwecke sicher bereitzustellen. Eine offizielle Konsultation zu diesem Vorhaben ist für das Jahr 2027 terminiert.

Die Schweizer Regierung arbeitet an der Schaffung eines umfassenden nationalen Datenraums für Gesundheitsdaten, der als Ergänzung zum bereits existierenden elektronischen Gesundheitsdossier (EGD) konzipiert ist. Dieses Projekt, als „Swiss Health Data Space“ bezeichnet, soll die sichere und standardisierte Nutzung von strukturierten Gesundheitsdaten ermöglichen. Der geplante Datenraum ist darauf ausgerichtet, die Datenverfügbarkeit für verschiedene Anwendungsbereiche zu optimieren. Dazu zählen die medizinische Behandlung, die Abwicklung von Abrechnungsprozessen sowie die staatliche Aufsicht im Gesundheitswesen. Ziel ist es, einen effizienteren und besser koordinierten Umgang mit gesundheitsbezogenen Informationen zu gewährleisten. Die Entwicklung des Swiss Health Data Space erfolgt parallel und in enger Abstimmung mit dem elektronischen Gesundheitsdossier. Dieser Ansatz verfolgt eine zweistufige Strategie: Er kombiniert die individuelle Aktenführung durch das EGD mit einer sektorenübergreifenden Nutzung der Daten. Eine öffentliche Vernehmlassung zu diesem Vorhaben ist für das Jahr 2027 geplant und wird vom Bundesamt für Gesundheit eingeleitet. Quelle: Medinside