Post modernisiert E-Health-Plattform: Fokus auf EGD bis Ende 2026

Die Schweizerische Post richtet ihre E-Health-Angebote auf das künftige elektronische Gesundheitsdossier (EGD) aus und plant, den Betrieb ihrer aktuellen EPD-Infrastruktur Ende 2026 einzustellen. Dies erfordert eine Anpassung für Leistungserbringer und schafft die Grundlage für erweiterte digitale Dienste im Schweizer Gesundheitswesen.

Die Schweizerische Post vollzieht eine strategische Neuausrichtung ihrer E-Health-Dienstleistungen. Künftig wird der Fokus auf dem elektronischen Gesundheitsdossier (EGD) liegen, weshalb die bestehende EPD-Plattform des Unternehmens nur noch bis zum 31. Dezember 2026 betrieben wird. Danach sollen neue Lösungen zum Einsatz kommen, die an die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst sind. Hintergrund dieser Entscheidung ist die Weiterentwicklung des Bundesrechts bezüglich des elektronischen Patientendossiers sowie der politische Wille zur Intensivierung der EGD-Nutzung. Die Post beabsichtigt, ihre zentrale Rolle als Dienstleisterin im Gesundheitssektor beizubehalten, was eine Neuausrichtung ihrer technischen Infrastruktur und eine Anpassung der Verträge mit Leistungserbringern und EPD-Anbietern notwendig macht. Für Krankenhäuser, Arztpraxen und andere medizinische Versorger bedeutet dies, dass bestehende Anbindungen an die Post-Plattform mittelfristig migriert werden müssen. Gleichzeitig eröffnet diese strategische Umstellung neue Möglichkeiten für die Entwicklung digitaler Angebote rund um das EGD, wie etwa erweiterte Portallösungen für Patienten oder Integrationen in primäre IT-Systeme der Leistungserbringer. Eine zentrale Herausforderung wird sein, einen unterbrechungsfreien Übergang bei der Verfügbarkeit der Dossiers sicherzustellen. Dies erfordert klare Migrationspfade, umfassende Testphasen und eine koordinierte Kommunikationsstrategie gegenüber Patienten und Fachpersonal. Die Entscheidung der Post unterstreicht, wie politische Vorgaben die Gestaltung digitaler Gesundheitsinfrastrukturen direkt beeinflussen. Quelle: IT Business