Österreich treibt KI-Integration im E-Aktensystem ELAK voran

Österreich baut den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung weiter aus. Nach erfolgreicher Implementierung von 'Public AI'-Lösungen wie GovGPT und ida steht nun die Integration von KI in das elektronische Aktensystem ELAK an. Dies soll eine souveräne und sichere Nutzung von KI-Assistenzsystemen im gesamten öffentlichen Sektor gewährleisten und könnte auch Schnittstellen zur Gesundheitsverwaltung eröffnen.

Die österreichische Bundesregierung intensiviert ihre Strategie zur Digitalisierung der Verwaltung durch den verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). Pilotprojekte wie GovGPT und ida sind bereits etabliert und sollen die Grundlage für weitere Ausbauschritte bilden. Ein zentrales Vorhaben ist die Implementierung von KI-Funktionen im elektronischen Aktensystem ELAK. Diese Initiative zielt darauf ab, administrative Prozesse effizienter zu gestalten. KI-gestützte Assistenzsysteme sollen zukünftig bei Aufgaben wie der Textbearbeitung, Informationsbeschaffung und der Steuerung von Arbeitsabläufen unterstützen. Obwohl der primäre Fokus auf allgemeinen Verwaltungsanwendungen liegt, sind potenzielle Synergien mit der Gesundheitsverwaltung denkbar, beispielsweise bei der Verarbeitung von Meldedaten oder der Analyse von Berichten. Ein wesentlicher Aspekt der österreichischen Strategie ist die Gewährleistung von Souveränität und Sicherheit im Umgang mit KI-Technologien. Dies deutet auf eine Präferenz für europäische oder staatlich kontrollierte Infrastrukturen hin, um den hohen Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit im öffentlichen Sektor gerecht zu werden. Die Verankerung von KI im ELAK-System könnte langfristig auch gesundheitsbezogene Verwaltungsvorgänge wie Bewilligungsverfahren, Krankenhausberichte oder epidemiologische Auswertungen optimieren. Mit der fortschreitenden Einführung von KI in sensiblen Bereichen wie der Verwaltung werden begleitend Diskussionen über Transparenz, Rechenschaftspflicht und den Schutz sensibler Daten erwartet. Diese Aspekte werden in den kommenden Monaten voraussichtlich weiterhin politisch erörtert werden. Quelle: Bundeskanzleramt Österreich