Österreich plant digitale Gesundheit bis 2030: Neue eHealth-Strategie vorgestellt

Das österreichische Sozialministerium hat eine überarbeitete eHealth-Strategie präsentiert, die die Digitalisierung des Gesundheitswesens bis zum Jahr 2030 lenken soll. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA), telemedizinische Angebote sowie sichere Datenaustauschsysteme. Die Strategie berücksichtigt explizit europäische Initiativen wie den Europäischen Gesundheitsdatenraum und setzt auf hohe Interoperabilitäts- und Datenschutzstandards.

Österreich hat eine erneuerte eHealth-Strategie bis 2030 vorgelegt, um die digitale Transformation im Gesundheitswesen voranzutreiben. Das Dokument des Sozialministeriums definiert die Leitlinien für die kommenden Jahre und fokussiert auf zentrale Säulen wie die Weiterentwicklung der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA), die Förderung telemedizinischer Dienstleistungen und die Etablierung sicherer Datenräume für Forschungszwecke und die öffentliche Gesundheit. Ein wesentlicher Aspekt der aktualisierten Strategie ist die verstärkte Ausrichtung an europäischen Vorgaben und Initiativen. Es werden explizit Bezüge zum Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) sowie zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz hergestellt. Dies soll die Kompatibilität nationaler Lösungen mit EU-weiten Projekten sicherstellen und den grenzüberschreitenden Datenaustausch im Gesundheitsbereich erleichtern. Die Strategie betont die Notwendigkeit eines barrierefreien Zugangs zu digitalen Gesundheitsdiensten für die Bevölkerung. Dazu gehören mobile Anwendungen und nutzerfreundliche Portale. Gleichzeitig werden strenge Anforderungen an den Datenschutz, die IT-Sicherheit und die Selbstbestimmung über persönliche Gesundheitsdaten formuliert, um das Vertrauen der Anwender zu gewährleisten. Für Anbieter digitaler Gesundheitslösungen eröffnen sich durch die Strategie neue Potenziale, beispielsweise im Rahmen von Förderprogrammen und Pilotprojekten. Diese könnten Bereiche wie Telemonitoring, digitale Prävention oder die sektorübergreifende Versorgungskoordination umfassen. Die Einhaltung der technischen und organisatorischen Standards der Strategie ist dabei eine grundlegende Voraussetzung. Die erfolgreiche Implementierung der eHealth-Strategie erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Bundesländern, Krankenkassen und Leistungserbringern. Angesichts vergangener Herausforderungen im Bereich der Digitalisierung, die oft auf heterogene IT-Landschaften und begrenzte Ressourcen zurückzuführen waren, setzt die neue Strategie auf eine stärkere Zentralisierung der Unterstützung und die Förderung der Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen. Quelle: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (AT)