Österreich bereitet sich mit "Projectathon 2026" auf europäischen Gesundheitsdatenraum vor
Österreichische IT-Unternehmen und Gesundheitseinrichtungen testen beim "ELGA Projectathon 2026" in Graz den standardisierten Datenaustausch. Das Ziel ist, ELGA für den europäischen Gesundheitsdatenraum fit zu machen und die Interoperabilität digitaler Gesundheitssysteme zu verbessern. Patientinnen und Patienten sollen von einem einfacheren Zugang zu Bilddaten profitieren.
In Graz dient der sogenannte "ELGA Projectathon 2026" als zentrales Testfeld für die Weiterentwicklung digitaler Gesundheitslösungen in Österreich. Bei dieser Veranstaltung überprüfen IT-Dienstleister, Softwareentwickler und medizinische Einrichtungen die Kompatibilität ihrer Systeme im Gesundheitssektor. Ein Schwerpunkt liegt auf dem standardisierten Transfer von medizinischen Bilddaten und elektronischen Befunden im Rahmen von ELGA. Diese Tests sind entscheidend, um die nationalen Systeme auf die Anforderungen des kommenden Europäischen Gesundheitsdatenraums (EHDS) vorzubereiten. Die Fähigkeit der Software, Gesundheitsdaten sicher und effizient zwischen verschiedenen Plattformen zu übertragen, steht dabei im Vordergrund. Der Projectathon bringt relevante Akteure aus den Bereichen Gesundheitswesen, Verwaltung, Forschung und Industrie zusammen. Für die Bevölkerung wird angestrebt, dass medizinische Bilddaten zukünftig direkt über ELGA verfügbar sind. Dies kann dazu beitragen, unnötige Mehrfachuntersuchungen zu vermeiden und die Qualität der Patientenversorgung durch eine bessere Informationskontinuität zu steigern. Graz wird in diesem Kontext als "Testlabor für die Medizin der Zukunft" wahrgenommen, da hier unter realistischen Bedingungen die Funktionsweise eines digital vernetzten Gesundheitssystems demonstriert wird. Die Erkenntnisse aus diesem Event fließen direkt in die Optimierung der nationalen ELGA-Infrastruktur sowie in die Anpassung an europäische Richtlinien zur Datennutzung ein. Österreich betont damit die Bedeutung von technischer und semantischer Interoperabilität als Fundament für ein zukunftsorientiertes digitales Gesundheitsökosystem. Quelle: OTS / Gesundheitsfonds Steiermark / ORF Steiermark / meinbezirk.at