Niedrige Akzeptanz der elektronischen Patientenakte und Systemstörungen

Ein aktueller Bericht beleuchtet die geringe aktive Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA) durch Versicherte. Gleichzeitig werden darin gehäuft auftretende Systemstörungen bei der ePA und dem E-Rezept dokumentiert. Zur Behebung dieser Herausforderungen plant die gematik eine umfassende Neugestaltung der Telematikinfrastruktur.

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht weist auf eine weiterhin begrenzte Inanspruchnahme der elektronischen Patientenakte (ePA) hin. Demzufolge greift bisher nur ein kleiner Teil der Versicherten aktiv per App auf die bereitgestellten Informationen zu. Dies deutet auf eine ausbaufähige Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung hin. Zusätzlich dokumentiert die Analyse eine Vielzahl von Betriebsstörungen, die sowohl die ePA als auch das elektronische Rezept betreffen. Eine wesentliche Ursache für diese Probleme wird in der erheblichen technischen Komplexität der bestehenden Infrastruktur vermutet, welche die Stabilität und Benutzerfreundlichkeit beeinträchtigt. Als Reaktion auf diese Feststellungen beabsichtigt die gematik eine grundlegende Modernisierung durch die Einführung der Telematikinfrastruktur 2.0 (TI 2.0). Ziel ist es, die Anzahl der Backend-Instanzen signifikant zu reduzieren, um die Systemkomplexität zu verringern und die Gesamtstabilität zu verbessern. Die vollständige Umstellung auf die TI 2.0 soll gemäß dem Bericht bis zum Jahr 2029 abgeschlossen sein. Parallel dazu ist geplant, die bisherige Telematikinfrastruktur 1.0 (TI 1.0) bis Ende 2030 vollständig außer Betrieb zu nehmen. Dieser Prozess soll eine langfristig zuverlässigere und nutzerfreundlichere digitale Gesundheitsinfrastruktur gewährleisten. Quelle: BornCity