Niedersachsen: Pflege-Modellprojekt startet 2026 mit umfassender DiGA-Integration
Ein neues Pflege-Modellvorhaben in Niedersachsen wird ab September 2026 die Versorgung von rund 36.000 Patientinnen und Patienten digital unterstützen und strukturell modernisieren. Das Projekt ist eng mit der DiGA-Reform von 2026 verknüpft, die den Zugang und die Vergütung digitaler Gesundheitsanwendungen neu regelt. Ziel ist die Erprobung und Evaluierung zukunftsweisender digitaler Pflegeprozesse.
Ab September 2026 beginnt in Niedersachsen ein wegweisendes Modellvorhaben im Bereich der Pflege. Ziel ist es, die bestehende Versorgungsstruktur durch die Integration digitaler Elemente zu modernisieren. Etwa 36.000 Pflegebedürftige sollen von innovativen Ansätzen profitieren, die digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) und vernetzte Pflegeprozesse umfassen. Dieses Projekt wird durch die DiGA-Reform 2026 maßgeblich beeinflusst. Diese Reform erweitert seit Februar 2026 den Zugang für DiGA, indem nun auch Medizinprodukte der Risikoklasse IIb den DiGA-Weg nutzen können. Eine weitere wichtige Neuerung ist die Pflicht zur Erfassung und Berichterstattung von Nutzungsdaten für dauerhaft gelistete DiGA ab dem dritten Quartal 2026, wobei die erste Meldung bis Mitte April 2027 erwartet wird. Ein zentraler Aspekt der Reform betrifft die Vergütung: Seit Anfang 2026 müssen mindestens 20 Prozent der DiGA-Vergütung an die tatsächliche Leistung gekoppelt sein. Diese Regelung, insbesondere relevant für digitale Therapie- und Rehabilitationslösungen, ermöglicht es, digitale Anwendungen im niedersächsischen Modellprojekt ergebnisorientiert einzusetzen. Das Modellvorhaben in Niedersachsen dient als umfassendes Testfeld, um die Effekte digital unterstützter Pflegeprozesse in einem größeren Rahmen zu untersuchen. Die gewonnenen Erkenntnisse aus dieser Verbindung von strukturellen Reformen und digitalen Innovationen sollen für die Entwicklung nationaler Strategien in der Pflege und Digitalisierung von Bedeutung sein. Quelle: ad-hoc-news