Neuer Sensor misst kontinuierlich Stress und Erschöpfung – auch in Bewegung

Ein innovativer Wearable-Sensor zur konstanten Erfassung von Erschöpfungs- und Stresszuständen wurde entwickelt. Die Technologie ermöglicht Messungen selbst bei körperlicher Aktivität und eröffnet neue Potenziale für Prävention und Telemonitoring, besonders im DACH-Raum.

Ein kürzlich vorgestellter Wearable-Sensor erlaubt die ununterbrochene Überwachung von Erschöpfungs- und Stressleveln. Diese Entwicklung ist besonders relevant, da der Sensor selbst während alltäglicher Bewegungen und sportlicher Betätigung präzise Daten liefern kann. Potenzielle Anwendungsfelder umfassen sowohl den klinischen Bereich als auch betriebliche Gesundheitsprogramme in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Funktionsweise des Sensors basiert auf der Analyse verschiedener physiologischer Kennwerte. Dazu gehören die Muskelaktivität und die Herzfrequenzvariabilität; ergänzend könnten auch Daten zur Hautleitfähigkeit einbezogen werden. Ziel ist es, Belastungssituationen frühzeitig zu erkennen und somit präventive Maßnahmen gegen Überlastung zu unterstützen. Im Rahmen der digitalen Gesundheitsversorgung kann der Sensor in diverse Systeme integriert werden. Beispiele hierfür sind Telemonitoring-Plattformen, Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung oder Rehabilitationsprogramme. Begleitende Apps könnten Nutzern Warnsignale, individuelle Handlungsempfehlungen oder direktes Feedback an medizinisches Personal übermitteln. Für eine erfolgreiche Implementierung sind Datenschutz und Akzeptanz der Nutzer von entscheidender Bedeutung. Es muss transparent gemacht werden, welche Daten erhoben und zu welchem Zweck verarbeitet werden. Für Arbeitgeber und Gesundheitsdienstleister ist die klare Abgrenzung zwischen gesundheitsfördernden Maßnahmen und der Überwachung der Arbeitsleistung essenziell. Diese Neuentwicklung reiht sich in eine Reihe digitaler Sensorlösungen ein, die sich mit mentaler Gesundheit und Belastungsmanagement befassen. Sie bietet konkrete Ansatzpunkte für bestehende Initiativen in den DACH-Ländern, insbesondere in den Bereichen Prävention, betriebliches Gesundheitsmanagement und digitale Therapiebgleitung. Quelle: MEDICA Magazine