Mehrheit der Deutschen befürwortet digitale Verordnungen auch für Heil- und Hilfsmittel
Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 83 Prozent der Befragten in Deutschland die Ausweitung elektronischer Verordnungen auf Bereiche wie Physiotherapie oder Kompressionsstrümpfe unterstützen. Diese hohe Akzeptanz bestärkt die Bestrebungen, digitale Prozesse im Gesundheitswesen über das bereits etablierte E-Rezept hinaus zu erweitern und effizientere Abläufe zu schaffen.
Eine neue Untersuchung belegt eine breite Zustimmung in der Bevölkerung Deutschlands zur Digitalisierung von Verordnungsprozessen. Konkret sprechen sich 83 Prozent der Befragten für die Einführung elektronischer Verordnungen auch für Heil- und Hilfsmittel aus. Dies umfasst beispielsweise Leistungen wie Physiotherapie oder die Verschreibung von Kompressionsstrümpfen, während das E-Rezept für Medikamente bereits flächendeckend genutzt wird. Die repräsentative Erhebung unter gesetzlich Versicherten, durchgeführt vom Institut forsa, unterstreicht die große Akzeptanz digitaler Lösungen. Die Teilnehmer nennen als wesentliche Vorteile die Reduzierung von Papierdokumenten, eine schnellere Übermittlung von Verordnungen, eine verbesserte Nachverfolgbarkeit sowie eine vereinfachte Koordination zwischen Ärzten, Leistungserbringern und Krankenkassen. Innerhalb des Projekts „eVerordnung Hilfsmittel“ entwickeln verschiedene Akteure des Gesundheitswesens bereits standardisierte digitale Abläufe. Diese sollen künftig in die Telematikinfrastruktur integriert werden. Begleitende Informationsangebote zielen darauf ab, sowohl medizinischem Personal und Heilmittelerbringern als auch Patienten die Handhabung und Vorteile der digitalen Verordnung zu erläutern. Die Umfrageergebnisse liefern eine solide Grundlage für die politischen Ziele, die Digitalisierung von Verordnungs- und Genehmigungsverfahren über den Anwendungsbereich des E-Rezepts hinaus zu erweitern. Für alle Beteiligten im Markt der Hilfsmittelversorgung ergeben sich hieraus Potenziale für effizientere, IT-gestützte Prozesse, verbunden mit erhöhten Anforderungen an Datenschutz, Systemintegration und Nutzerfreundlichkeit. Quelle: krankenkasseninfo.de