Lausanner Unispital setzt auf künstliche Intelligenz für Patientensicherheit
Das Universitätsspital Lausanne (CHUV) entwickelt eine innovative KI-Anwendung, um kritische Zwischenfälle im klinischen Alltag systematisch auszuwerten. Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der Patientensicherheit und der Versorgungsqualität. Dieses mehrjährige Projekt demonstriert den Einsatz von KI jenseits der Diagnostik im Gesundheitswesen.
Das Universitätsspital Lausanne (CHUV) engagiert sich in der Entwicklung einer spezialisierten künstlichen Intelligenz (KI), die darauf abzielt, kritische Ereignisse im Krankenhausumfeld detailliert zu analysieren. Der Fokus liegt darauf, Risikofaktoren und die Abläufe von Zwischenfällen besser zu verstehen. Aus diesen Erkenntnissen sollen robustere Lernprozesse und effektivere Gegenmaßnahmen für die medizinische Versorgung abgeleitet werden. Das Projekt unterstreicht die Bemühungen des Spitals, die Sicherheit der Patienten kontinuierlich zu optimieren. Die Finanzierung dieses Vorhabens erstreckt sich über mehrere Jahre, was die langfristige Strategie des CHUV in diesem Bereich hervorhebt. Es gehört zu den bemerkenswerten Beispielen, wie KI im stationären Bereich eingesetzt wird, ohne primär diagnostische Zwecke zu verfolgen. Vielmehr steht die Verbesserung der Qualität und des Managements der Patientensicherheit im Vordergrund. Dies markiert einen wichtigen Trend in der Anwendung von Technologie im Gesundheitswesen. Gerade für Kliniken ist diese Entwicklung von hoher Relevanz. Kritische Zwischenfälle generieren typischerweise große Mengen an strukturierten und unstrukturierten Daten, deren manuelle Auswertung zeitaufwendig und ineffizient sein kann. KI-gestützte Systeme bieten hier die Möglichkeit, komplexe Muster in diesen Daten rascher zu identifizieren. Dadurch können Sicherheitsmaßnahmen präziser geplant und frühzeitig implementiert werden, was die Resilienz des Gesundheitssystems stärkt. Quelle: Netzwoche