KKH und Lindera: KI-gestützte Ganganalyse revolutioniert Sturzprävention in Pflegeheimen

Ein neues Projekt von KKH und Lindera verändert die Sturzprävention in stationären Pflegeeinrichtungen. Durch den Einsatz von KI-basierter Ganganalyse wird das Sturzrisiko präzise bewertet. Dies ermöglicht maßgeschneiderte Präventionsmaßnahmen und eine kontinuierliche Erfolgskontrolle, die den Pflegealltag digital und datengetrieben optimiert.

Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) und Lindera GmbH gestalten die Sturzprävention in stationären Pflegeeinrichtungen neu. Im Zentrum dieser Initiative steht der Einsatz einer KI-unterstützten Ganganalyse. Diese Technologie ermöglicht es, mittels Smartphone-Videoaufnahmen detaillierte Mobilitätsprofile von Bewohnern zu erstellen und objektiv messbare Parameter für das Sturzrisiko zu gewinnen. Der Prozess beginnt mit einer digitalen Erstanalyse, die wichtige Mobilitätsparameter wie Gleichgewicht, Aufstehverhalten und Schrittsymmetrie erfasst. Anhand dieser Daten wird ein individuelles Sturzrisiko identifiziert. Anschließend werden spezifische Gruppeninterventionen abgeleitet und implementiert, die sich an den ermittelten Defiziten orientieren, beispielsweise durch gezielte Bewegungsprogramme und Trainings. Im Anschluss an die Intervention erfolgt eine digitale Folgeanalyse. Diese Überprüfung misst die Wirksamkeit der Maßnahmen im Hinblick auf die Verbesserung der Mobilität und die Reduzierung des Sturzrisikos. Dieser kontinuierliche Kreislauf aus Analyse, Intervention und erneuter Messung ermöglicht die fortlaufende Anpassung und Optimierung der Präventionsstrategien in der Pflegeeinrichtung. Das Projekt zeigt, wie intuitive pflegerische Einschätzungen durch datenbasierte Intelligenz ergänzt werden kann. Pflegeheime erhalten somit ein effektives, evidenzbasiertes Sturzpräventionsprogramm, das sich mit geringem technischen Aufwand in den Arbeitsalltag integrieren lässt und einen lernenden Ansatz fördert. Quelle: Lindera GmbH