IT-Flickenteppich im Krisenfall: Viele Gesundheitsämter technisch im Rückstand
Der digitale Ausbau in den Gesundheitsämtern stockt vielerorts. Proprietäre Systeme und eine ungeklärte Anschlussfinanzierung gefährden die Reaktionsfähigkeit im Ernstfall.
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Der Zustand der Informationstechnik in den kommunalen Gesundheitsämtern bleibt bundesweit höchst ungleichmäßig. Während internationale Konzepte verstärkt auf automatisierte Meldewege und eine rasche Erkennung von Infektionswellen setzen, fehlen auf lokaler Ebene häufig noch elementare digitale Voraussetzungen. Verantwortlich für die schleppende Modernisierung sind unter anderem fragmentierte IT-Lösungen ohne einheitliche Schnittstellen. Mangelnde offene Standards führen mancherorts zu einer starken Abhängigkeit von einzelnen Softwarehäusern, was die flexible Vernetzung und den übergreifenden Datenaustausch erheblich erschwert. Zwar sollten Fördergelder aus dem staatlichen Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst den Modernisierungsschub absichern, doch bei mehreren Initiativen steht die künftige Weiterfinanzierung infrage. Das Fehlen gesicherter Anschlussbudgets bedroht die Nachhaltigkeit der bisherigen Investitionen. Eine belastbare digitale Infrastruktur ist jedoch essenziell, um im Ernstfall schnell handlungsfähig zu sein. Nur mit aktuellen, kompatiblen Datenbeständen lassen sich Risikogruppen frühzeitig identifizieren und gezielte Schutzvorkehrungen auf regionaler Ebene koordinieren. Quelle: heise online