gematik treibt Fernversorgung voran: Gesundheits-ID als Authentifizierungsschlüssel
Die gematik hat einen neuen Spezifikationsentwurf zum Proof of Patient Presence (PoPP) vorgelegt. Dieser technische Schritt bereitet die Nutzung der Gesundheits-ID zur sicheren Authentifizierung in zukünftigen Fernversorgungsdiensten vor und ist essenziell für die Weiterentwicklung digitaler Gesundheitsprozesse.
Die gematik hat am 7. September einen überarbeiteten Entwurf für die Spezifikation des Proof of Patient Presence (PoPP) veröffentlicht. Diese technische Neuerung zielt darauf ab, die Gesundheits-ID zukünftig als primäre Option für die Authentifizierung im Bereich der Fernversorgung zu etablieren. PoPP ist konzipiert, um den bisherigen VSDM-Prozess in bestimmten Remote-Care-Anwendungen abzulösen. Die vorliegende Vorab-Spezifikation baut auf einem bereits im Januar 2026 initiierten Spezifikationsprozess auf. Damit wird eine wichtige Grundlage für die digitale Transformation im Gesundheitswesen geschaffen. Für Anbieter im Apotheken- und Telecare-Sektor stellt dies einen entscheidenden regulatorisch-technischen Fortschritt dar. Die neuen Vorgaben ermöglichen eine präzisere Vorbereitung der digitalen Einlösung von Rezepten und der Authentifizierung von Patienten im Versorgungsalltag. Konkrete Zeitpläne für die Einführung von Produkten oder den flächendeckenden Rollout wurden in den aktuellen Mitteilungen bislang nicht genannt. Quelle: EQS News / Redcare Pharmacy