Förderprogramme stärken Digital Health in der Schweiz: Start-ups und Klinikpiloten erhalten Unterstützung
Zwei bedeutende Förderprogramme in der Schweiz intensivieren ihre Unterstützung für innovative Digital-Health-Lösungen. Der Future of Health Grant (FoHG) nimmt sechs neue Start-ups in sein Programm auf, während die Stiftung für Technologische Innovation (FIT) fünf Tech Grants für KI-gestützte und robotische Projekte vergibt. Diese Initiativen zielen darauf ab, die Entwicklung und Implementierung von Gesundheitstechnologien zu beschleunigen und im klinischen Umfeld zu erproben.
Die schweizerische Digital-Health-Landschaft wird durch signifikante Förderinitiativen belebt. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Future of Health Grant (FoHG)-Initiative, welche von Organisationen wie der CSS und dem EPFL Innovation Park getragen wird. In ihrer neuesten Runde wurden sechs vielversprechende Digital-Health-Start-ups ausgewählt, die ab Mitte September 2026 von dem Programm profitieren werden. Der Fokus liegt hierbei auf der Skalierung innovativer Gesundheitslösungen und deren Einführung in den Markt. Parallel dazu engagiert sich die Stiftung für Technologische Innovation (FIT) mit der Vergabe von fünf Tech Grants. Diese Förderung richtet sich an Projekte aus dem sogenannten Health Valley, einer Region, die für ihre Forschung im Gesundheitsbereich bekannt ist. Die mit jeweils 100.000 CHF dotierten Grants sind speziell für KI-gestützte Anwendungen und robotiknahe Lösungen vorgesehen, die aus dem Umfeld des Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV) und der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) stammen. Ziel ist es, die Entwicklung von Diagnostik-, Therapiebegleit- und Automatisierungstechnologien im Gesundheitswesen voranzutreiben. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der FoHG-Initiative ist die sogenannte „Pilot Factory“. Im Rahmen dieses Programms starten aktuell die ersten drei Pilotprojekte in Schweizer Krankenhäusern. Hierbei werden Innovationen, die von Alumni-Start-ups entwickelt wurden, direkt im klinischen Umfeld auf ihre Praxistauglichkeit getestet. Das Spektrum dieser Pilotprojekte reicht von digitalen Patientenpfaden über datenbasierte Entscheidungsunterstützung bis hin zu neuen Ansätzen im Patientenmonitoring. Die positiven Entwicklungen in der Schweiz sind auch für den gesamten deutschsprachigen Raum relevant, da Schweizer Digital-Health-Start-ups häufig Expansionspläne in diese Märkte verfolgen. Die Kombination aus direkter finanzieller Förderung und der Möglichkeit, Produkte strukturiert in realen Krankenhausumgebungen zu testen, erhöht die Chancen für eine erfolgreiche und nachhaltige Implementierung von KI- und datengestützten Gesundheitslösungen in der Patientenversorgung erheblich. Quelle: Startupticker / BioAlps