FHIR R4 als Stützpfeiler für deutsche E-Health und Europäischen Gesundheitsdatenraum

Der internationale Standard FHIR R4 bildet die technische Grundlage für den Datenaustausch in der deutschen E-Health-Infrastruktur. Er ist maßgeblich für die elektronische Patientenakte und künftige Dienste im Europäischen Gesundheitsdatenraum vorgesehen. Neue digitale Anwendungen im Gesundheitswesen sollen konsequent auf FHIR-Profilen basieren, um Interoperabilität zu gewährleisten.

Die deutsche E-Health-Infrastruktur setzt auf den internationalen Interoperabilitätsstandard FHIR R4 (Fast Healthcare Interoperability Resources, Release 4) als Kernelement für den gesicherten Datenaustausch. Dieser Standard soll sowohl für die elektronische Patientenakte (ePA) als auch für zukünftige Entwicklungen im Kontext des Europäischen Gesundheitsdatenraums (EHDS) eine zentrale Rolle spielen. Aktuelle Gesetzgebung im Bereich der Digitalisierung des Gesundheitswesens und strategische Planungen betonen die Notwendigkeit, neue Applikationen systematisch auf FHIR-basierten Profilen aufzubauen. Dies umfasst diverse Anwendungen wie E-Verordnungen, digitale Impfpässe und elektronische Vorsorgepässe. Das übergeordnete Ziel ist es, Insellösungen zu vermeiden und eine kohärente, maschinenlesbare Datenbasis zu schaffen, die einen reibungslosen Datenaustausch ermöglicht. Für Softwareentwickler im Bereich Praxen und Kliniken, Anbieter von Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) sowie Forschungseinrichtungen bedeutet diese strategische Ausrichtung, dass umfassendes FHIR-Know-how essenziell wird. Die Anpassung bestehender Schnittstellen, Datenmodelle und Exportfunktionen an die Spezifikationen von FHIR R4 ist notwendig, um die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) und weitere internationale Initiativen zu sichern. Die Entscheidung für FHIR R4 fördert zudem die grenzübergreifende Zusammenarbeit, da dieser Standard bereits in zahlreichen weiteren europäischen Gesundheitssystemen etabliert ist. Dies vereinfacht zukünftig die Entwicklung und Implementierung von Lösungen, die in verschiedenen Mitgliedsländern des EHDS eingesetzt werden können, und unterstützt somit die Harmonisierung der digitalen Gesundheitsversorgung in Europa. Quelle: ad-hoc-news.de