Erstattung von Deprexis in der Schweiz: Meilenstein für digitale Therapien über Grenzen hinweg

Die digitale Therapie Deprexis ist in der Schweiz Teil der Regelversorgung geworden. Dies markiert nach der Zulassung in Deutschland einen wichtigen Schritt für die internationale Verbreitung digitaler Gesundheitsanwendungen. Die Kostenübernahme durch die Krankenkassen verbessert den Zugang zu Unterstützung bei Depressionen.

Die digitale Anwendung Deprexis zur Behandlung von Depressionen ist in das Leistungsspektrum der Schweizer Krankenversicherungen aufgenommen worden. Damit wird die bereits in Deutschland als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zugelassene Lösung in einem zweiten nationalen Gesundheitssystem erstattungsfähig. Für Schweizer Patientinnen und Patienten bedeutet dies, dass die Kosten für die Nutzung von Deprexis von der obligatorischen Krankenversicherung getragen werden, sofern kantonale Bestimmungen dies zulassen. Das Programm stellt interaktive, internetbasierte Module zur Verfügung, die Betroffene bei der Bewältigung depressiver Episoden unterstützen sollen. Diese Entwicklung hat weitreichende Bedeutung für die Gesundheitsversorgung, insbesondere in Regionen mit eingeschränktem Zugang zu psychotherapeutischen Angeboten. Digitale Therapien können dazu beitragen, Wartezeiten zu verkürzen und eine kontinuierliche Behandlungsoption zu bieten. Für Hersteller von Digital-Health-Produkten dient die Aufnahme in die Regelversorgung als wegweisendes Beispiel für erfolgreiche Evidenzgenerierung und Verhandlungen zur Kostenerstattung im internationalen Kontext. Es zeigt, dass das deutsche DiGA-Modell grundsätzlich auf andere Länder übertragbar ist, wenn entsprechende Wirksamkeitsnachweise und wirtschaftliche Effizienz belegt werden können. Offen bleiben weiterhin Fragen zur Koordination digitaler Therapien mit bestehenden Versorgungspfaden, wie der ärztlichen Steuerung, dem Monitoring von Nebenwirkungen und der Integration in elektronische Patientenakten. Hierfür sind zukünftig weitere Leitlinien und Empfehlungen zu erwarten. Quelle: Health Care Times