Einsatzbereit bei Katastrophen: Bund bereitet Personalreserve im Gesundheitswesen vor

Um Engpässe bei Notlagen und im Verteidigungsfall rasch abzufedern, plant die Bundesregierung neue gesetzliche Vorgaben. Neben einem zusätzlichen Fachkräftepool ist ein bundesweit vernetztes Lagebild zur Versorgung vorgesehen.

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Im Falle schwerer Krisen oder militärischer Bedrohungen soll das deutsche Gesundheitssystem künftig flexibler reagieren können. Die Bundesregierung bereitet hierfür den Aufbau eines spezifischen Personalpools vor, der es ermöglichen soll, personelle Kapazitäten in der medizinischen Versorgung bei akutem Bedarf zügig aufzustocken. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben soll das organisatorische Fundament für diesen Reservemechanismus legen. Flankiert wird die Maßnahme durch die Einführung eines übergreifenden Gesundheitslagebildes. Dieses Instrument soll sicherstellen, dass relevante Institutionen fortlaufend Daten über die Kapazitäten und Auslastungen in den einzelnen Regionen austauschen. Ziel ist es, drohende Engpässe schneller zu identifizieren und Hilfsmaßnahmen gezielter zu steuern. Auf regionaler Ebene existieren bereits wesentliche Vorarbeiten. Die Kassenärztlichen Vereinigungen erfassen die lokalen Versorgungsstrukturen bereits detailliert und entwickeln parallel eigene Resilienz- sowie Notfallpläne, um den ambulanten Betrieb auch unter extremen Bedingungen aufrechtzuerhalten. Quelle: Deutsches Ärzteblatt