Digitalisierungsschub im deutschen Gesundheitswesen: 445 Millionen Euro Einsparpotenzial

Das Bundeskabinett hat den Entwurf für das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) verabschiedet. Es zielt darauf ab, die elektronische Patientenakte zu beschleunigen und einen digitalen Impfpass einzuführen, um die Verwaltung jährlich um rund 445 Millionen Euro zu entlasten.

Die Bundesregierung hat einen richtungsweisenden Entwurf zur Weiterentwicklung der Digitalisierung im Gesundheitssektor präsentiert. Das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) soll den rechtlichen Rahmen für den Ausbau digitaler Anwendungen schaffen und die Effizienz steigern. Ein zentraler Aspekt ist die Beschleunigung der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA). Geplant ist die Implementierung einer Volltextsuche bis Anfang 2027 sowie die Integration eines digitalen Impfpasses bis Mitte 2027. Darüber hinaus sind die Standardisierung und Digitalisierung von Prozessen wie Verordnungen, Bescheinigungen und Anträgen vorgesehen. Durch diese Maßnahmen wird eine jährliche finanzielle Entlastung der Verwaltung von etwa 445 Millionen Euro erwartet, sobald das Gesetz vollständig umgesetzt ist. Ferner ist die verstärkte Vernetzung mit datenbezogenen Initiativen auf europäischer Ebene, wie dem Europäischen Gesundheitsdatenraum, geplant, um die grenzüberschreitende Nutzung von Gesundheitsdaten zu ermöglichen. Der Gesetzesentwurf durchläuft nun das parlamentarische Verfahren im Bundestag und wird dem Bundesrat zur Entscheidung vorgelegt. Änderungen im weiteren Gesetzgebungsprozess sind bis zum Inkrafttreten des Gesetzes noch möglich. Quelle: krankenkassen-direkt.de