Digitale Patientenakte in Deutschland: Nutzung steigt um 180 Prozent
Die elektronische Patientenakte (ePA) verzeichnet in Deutschland einen deutlichen Anstieg der Nutzungszahlen. Dieser Zuwachs um 180 Prozent wird maßgeblich durch technische Fortschritte und gesetzliche Anpassungen im Rahmen des Gesundheitsdigitalisierungsgesetzes gefördert. Ziel ist es, die ePA für Versicherte und Leistungserbringer attraktiver zu gestalten und eine datenbasierte Gesundheitsversorgung zu etablieren.
Die elektronische Patientenakte (ePA) erfährt auf dem deutschen Digital-Health-Markt einen erheblichen Aufschwung. Berichte zeigen eine Nutzungszunahme von etwa 180 Prozent, was auf eine wachsende Akzeptanz und Integration im Versorgungsalltag hindeutet. Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung ist das Gesundheitsdigitalisierungsgesetz (GeDIG). Dieses Gesetz zielt darauf ab, die Telematikinfrastruktur zu stärken und Barrieren bei der Verwendung der ePA abzubauen. Um dies zu erreichen, werden unter anderem benutzerfreundlichere Oberflächen, erweiterte Funktionen wie eine Volltextsuche und die Integration wichtiger Dokumente wie Impf- und Medikationspläne implementiert. Des Weiteren ermöglicht die Gesetzgebung Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen den Zugriff auf Gesundheitsdaten. Dies soll eine gezielte Ansprache von Versicherten bezüglich gesundheitlicher Risiken und die Bereitstellung spezifischer Beratungsangebote erleichtern. Damit werden neue Ansätze im datenbasierten Versorgungsmanagement gefördert. Die zunehmende Marktdurchdringung der ePA könnte zu einem verstärkten Wettbewerb führen. Dieser würde sich auf nutzerfreundliche Frontends, integrierte Dienstleistungen sowie datenbasierte Präventions- und Coachingprogramme konzentrieren und Auswirkungen auf Anbieter von E-Health-Services haben. Quelle: Börse Express