Digitale Helfer bei Angst: Nur zwei Apps überzeugen im Qualitäts-Check

Ein aktueller deutscher Test bewertet Apps zur Behandlung von Angststörungen. Nur zwei Anwendungen erfüllten die hohen Anforderungen hinsichtlich Wirksamkeit und Qualität vollständig. Dies unterstreicht die Notwendigkeit evidenzbasierter und regulierter digitaler Angebote im Bereich der psychischen Gesundheit.

In Deutschland durchgeführte Vergleiche von Apps zur Bewältigung von Angststörungen haben ergeben, dass lediglich zwei Anwendungen im Gesamturteil überzeugen konnten. Die Bewertung umfasste Kriterien wie die wissenschaftliche Evidenz, die Benutzerfreundlichkeit, den Datenschutz und die Integrationsfähigkeit in bestehende Versorgungspfade. Die Untersuchung belegt, dass trotz der wachsenden Anzahl digitaler Gesundheitsanwendungen im Bereich psychischer Gesundheit nur wenige die strengen Vorgaben für Patientensicherheit und Wirksamkeitsnachweise erfüllen. Die beiden positiv bewerteten Apps zeichnen sich durch strukturierte Therapieprogramme nach Leitlinien, begleitende Überwachungsfunktionen und eine transparente Handhabung von Daten aus. Viele andere Angebote zeigten Mängel, insbesondere in Bezug auf die Studienlage oder die Klarheit ihrer Methoden. Dies verdeutlicht die Wichtigkeit regulierter Zugangswege, wie das DiGA-Verzeichnis oder qualitätsgesicherte Empfehlungssysteme, die Patientinnen und Patienten bei der Auswahl geeigneter Hilfsmittel unterstützen sollen. Für Anbieter im Markt digitaler Psychotherapie bedeutet dies, verstärkt in klinische Studien und ein umfassendes Qualitätsmanagement zu investieren, um langfristig erfolgreich zu sein. Experten sehen in qualitativ hochwertigen Apps einen entscheidenden Beitrag zur Versorgung von Menschen mit Angststörungen, insbesondere angesichts limitierter psychotherapeutischer Kapazitäten.