Digitale Gesundheitsversorgung in der Schweiz: Compassana und Well bündeln Kräfte
Die Schweizer Digital-Health-Anbieter Compassana und Well haben ihre Fusion zur Compassana-Well AG bekannt gegeben. Ziel ist der Aufbau eines umfassenden digitalen Gesundheitsökosystems, das potenziell einen Großteil der versicherten Bevölkerung erreichen kann. Die neue Plattform soll zudem eine nahtlose Anbindung an den Swiss Health Data Space sowie das elektronische Gesundheitsdossier ermöglichen.
Die schweizerischen Digital-Health-Plattformen Compassana und Well schließen sich unter dem Namen Compassana-Well AG zusammen. Diese strategische Vereinigung zielt darauf ab, ein integriertes digitales Gesundheitsökosystem zu schaffen, das schätzungsweise bis zu 70 Prozent der versicherten Bevölkerung in der Schweiz abdecken könnte. Durch die Bündelung ihrer bisherigen Dienstleistungen, welche Terminbuchungen, digitale Services entlang des gesamten Versorgungspfades sowie Integrationen in Systeme von Versicherern und Leistungserbringern umfassen, soll ein einheitlicher Zugang zu Gesundheitsleistungen ermöglicht werden. Das Spektrum reicht dabei von Präventionsmaßnahmen bis hin zur Nachsorge. Diese Konsolidierung soll Synergien nutzen und die Entwicklung sowie Verbreitung digitaler Gesundheitslösungen beschleunigen. Die neu entstandene Plattform plant, sich an zentrale nationale Infrastrukturen anzubinden. Dazu gehören der Swiss Health Data Space und das geplante elektronische Gesundheitsdossier (E-GD). Diese Anbindung soll einen durchgängigen und interoperablen Datenaustausch sicherstellen, was die Effizienz und Qualität der Gesundheitsversorgung weiter verbessern könnte. Für Akteure im Gesundheitswesen wie Versicherer, Spitäler und Arztpraxen entsteht durch diese Fusion ein größerer, zentralisierter Marktplatz für digitale Gesundheitsdienste. Dies wird als bedeutender Schritt für den Schweizer Digital-Health-Markt betrachtet, da eine Fragmentierung in zahlreiche Einzellösungen die Nutzung für Patientinnen und Patienten bisher erschwert hat. Quelle: Netzwoche / Trifork