Digitale Depressions-Therapie Deprexis wird in der Schweiz in die Regelversorgung aufgenommen
Die digitale Depressions-Therapie Deprexis von Gaia ist nach Angaben von Health Care Times nun auch in der Schweiz Teil der Regelversorgung und damit erstattungsfähig.[3] Das in Deutschland als DiGA zugelassene Programm ist damit als erstes Digitaltherapeutikum in zwei nationalen Gesundheitssystemen fest verankert.[3]
Laut Health Care Times ist die digitale Depressions-Therapie Deprexis des Unternehmens Gaia nun auch in der Schweiz in die Regelversorgung aufgenommen worden.[3] Das Programm, das in Deutschland als DiGA zugelassen ist, wird damit in einem zweiten nationalen Markt regulär erstattungsfähig und über die regulären Versorgungskanäle verfügbar.[3] Die Aufnahme in die Schweizer Regelversorgung bedeutet, dass Patientinnen und Patienten mit depressiven Symptomen die digitale Therapie über ärztliche Verordnung nutzen können, wobei die Kosten von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen werden.[3] Deprexis basiert auf interaktiven, internetbasierten Modulen zur kognitiv-verhaltenstherapeutischen Unterstützung. Für Gaia ist die Expansion ein wichtiger Schritt zur Internationalisierung seiner Digital-Therapeutics-Plattform, da erstmals ein DiGA-Produkt gleichzeitig in zwei Ländern fest in die Versorgung eingebettet ist.[3] Dies könnte weiteren digitalen Anwendungen den Weg für grenzüberschreitende Erstattungstechniken ebnen. Aus Sicht der Versorgung zeigt die Entscheidung, dass Schweizer Entscheidungsträger digitale Psychotherapieangebote zunehmend als Ergänzung zur knappen psychotherapeutischen Versorgung akzeptieren. Patientinnen und Patienten profitieren von flexiblem Zugang und ortsunabhängiger Nutzung. Für den DACH-Raum ist die Doppelpositionierung von Deprexis ein Referenzfall, wie DiGA-Erfolge aus Deutschland in andere Gesundheitssysteme übertragen werden können, einschließlich neuer Preis- und Erstattungslogiken.