Depressionsforschung: Zeitliche Dynamik negativer Emotionen neu beleuchtet
Die Professur für Klinische Psychologie und E-Mental Health der TU Dresden präsentiert eine aktuelle Veröffentlichung von Katharina Hierl. Die Studie analysiert im Journal of Affective Disorders die längsschnittliche Entwicklung negativer emotionaler Verzerrungen bei Depressionen und deren Relevanz für den Symptomverlauf sowie die Therapieoptimierung.
Die Professur für Klinische Psychologie und E-Mental Health an der Technischen Universität Dresden gibt eine neue Forschungsarbeit von Katharina Hierl bekannt. Diese Publikation widmet sich der detaillierten längsschnittlichen Untersuchung negativer emotionaler Verzerrungen bei Personen, die an Depressionen leiden. Die Veröffentlichung im renommierten Journal of Affective Disorders beleuchtet die Veränderungen von negativen emotionalen Bewertungen und der Informationsverarbeitung im zeitlichen Verlauf der Erkrankung. Im Fokus der Untersuchung stehen longitudinale Analysen, die den Zusammenhang zwischen anhaltenden negativen emotionalen Verzerrungen und der Schwere der Symptome, dem Krankheitsverlauf sowie potenziellen Rückfallrisiken aufzeigen. Die gewonnenen Erkenntnisse sind von Bedeutung für die Weiterentwicklung diagnostischer Methoden und psychotherapeutischer Ansätze. Insbesondere ergeben sich Implikationen für digital unterstützte Behandlungsformen und E-Mental-Health-Anwendungen, die auf eine präzisere und effektivere Versorgung abzielen. Diese Forschungstätigkeit ist ein integraler Bestandteil der laufenden Projekte der Professur und knüpft an umfangreiche Verbundprojekte an, die sich mit neurokognitiven und affektiven Mechanismen der Depression befassen. Damit trägt die Arbeit zur Stärkung der evidenzbasierten Grundlage für klinisch-psychologische Behandlungskonzepte und technologiegestützte Versorgungsstrategien bei, um Patientinnen und Patienten zukünftig noch gezielter unterstützen zu können. Quelle: TU Dresden – Professur für Klinische Psychologie und E-Mental Health