Datenschutz bremst digitales Patientenportal im Saarland aus

Ein neu eingeführtes digitales Patientenportal für Krankenhäuser im Saarland und Rheinland-Pfalz kann aufgrund ungelöster Datenschutzfragen bisher nur eingeschränkt genutzt werden. Die vollständige Freischaltung für Funktionen wie den Dokumentenaustausch wird noch erwartet, eine Lösung soll 2026 vorgestellt werden.

Im Saarland sowie in Teilen von Rheinland-Pfalz befindet sich ein digitales Patientenportal für Kliniken in der Einführungsphase. Obwohl das Portal bereits im März in Betrieb genommen wurde, ist seine volle Funktionalität, insbesondere der Austausch medizinischer Dokumente, derzeit aufgrund offener datenschutzrechtlicher Fragen nicht verfügbar. Dies betrifft die Nutzung durch Patientinnen und Patienten. Das Portal ist konzipiert, um eine Vielzahl von Services anzubieten. Dazu gehören die Online-Terminvereinbarung, der Zugriff auf persönliche Gesundheitsinformationen sowie der sichere Austausch von medizinischen Unterlagen mit teilnehmenden Krankenhäusern. Diese Funktionen sollen den Patientinnen und Patienten eine verbesserte digitale Kommunikation mit den Gesundheitseinrichtungen ermöglichen. Die für das Projekt verantwortlichen Stellen arbeiten aktiv an der Klärung der ausstehenden Datenschutzthemen. Es wird erwartet, dass eine umfassende Lösung noch im Jahr 2026 präsentiert wird. Ziel ist es, die vollständige und sichere Nutzung des Portals für alle vorgesehenen Anwendungsfälle zu gewährleisten. Dieses Projekt verdeutlicht die generellen Herausforderungen bei der Implementierung patientenorientierter digitaler Angebote im Krankenhausbereich. Hierbei müssen Funktionalität, hohe Standards beim Datenschutz und die IT-Sicherheit sorgfältig miteinander in Einklang gebracht werden. Für die regionalen Kliniken stellt das Portal einen wichtigen Schritt zur Digitalisierung des Terminmanagements und der Patientenkommunikation dar. Quelle: tagesschau.de