Basel-Landschaft setzt auf digitale Plattform: Effizienzsteigerung und Kostenkontrolle im Gesundheitswesen
Der Kanton Basel-Landschaft treibt mit der Initiative OpenHealth BL den Aufbau einer digitalen Gesundheitsplattform voran. Diese soll den sicheren Austausch behandlungsrelevanter Patientendaten zwischen Spitälern, Hausärzten und Apotheken ermöglichen. Ziel ist es, die Qualität und Effizienz der Versorgung zu steigern, Kosten zu senken und das Prinzip "ambulant vor stationär" digital zu unterstützen.
Im Kanton Basel-Landschaft wird eine neue digitale Gesundheitsinfrastruktur namens OpenHealth BL etabliert. Diese Plattform zielt darauf ab, den sektorenübergreifenden Datenaustausch im Gesundheitswesen zu optimieren. Sie ermöglicht Spitälern, Hausärzten und Apotheken, behandlungsrelevante Patientendaten sicher und effizient auszutauschen. Damit soll sowohl die Qualität der medizinischen Versorgung als auch deren Effizienz erheblich verbessert werden. Die Regierung des Kantons hat eine entsprechende Vorlage an den Landrat übermittelt. Der Aufbau der Plattform wird vom Kanton finanziert, während der zukünftige Betrieb durch andere Mechanismen gesichert werden soll. Ergänzend beantragt die Regierung jährliche Mittel in Höhe von 400.000 CHF für 1,7 zusätzliche Stellen im Amt für Gesundheit. Diese personelle Verstärkung soll die gezielte Steuerung des Prinzips „ambulant vor stationär“ unterstützen. Diese umfassenden Massnahmen sind integraler Bestandteil der kantonalen Strategie Gesundheit BL 2030. Es wird erwartet, dass durch die Reduzierung unnötiger stationärer Aufenthalte und die digitale Unterstützung von Versorgungsprozessen Einsparungen in Millionenhöhe erzielt werden können. Die Einführung von OpenHealth BL fügt sich zudem in die schweizweiten Bestrebungen ein, interoperable und kantonsübergreifende Lösungen für das Management von Gesundheitsdaten zu schaffen. Für medizinische Leistungserbringer bietet OpenHealth BL die Chance, administrative Abläufe zu vereinfachen und medizinische Entscheidungen auf eine verbesserte Datenbasis zu stützen. Dies fördert eine umfassendere und besser koordinierte Patientenversorgung im gesamten Kanton. Quelle: Swissinfo / Keystone-SDA