Apothekenreform in Deutschland nimmt letzte Hürde: Digitale Neuerungen ab 2028 geplant
Die umfangreiche Apothekenreform in Deutschland hat mit der finalen Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ihren Abschluss gefunden. Wesentliche Teile der neuen Verordnung treten umgehend in Kraft und regeln künftig den Apothekenbetrieb. Besonders hervorzuheben sind die vorgesehenen digitalen Anpassungen, darunter obligatorische E-Rezepte für Betäubungsmittel ab dem Jahr 2028.
Letzter Schritt zur Umsetzung der Apothekenreform Die deutsche Apothekenreform ist nun vollständig im Bundesgesetzblatt verankert. Dies markiert den Abschluss eines weitreichenden Prozesses, der die Rahmenbedingungen für Apotheken neu definiert. Die Verordnung zur Änderung der Apothekenbetriebsordnung sowie weiterer relevanter Vorschriften tritt größtenteils bereits am Folgetag ihrer Veröffentlichung in Kraft und überführt die geplanten Anpassungen in geltendes Recht. Regulatorische Anpassungen und digitale Erweiterungen Diese Neuregelung betrifft direkt die Betriebsführung von Apotheken und soll deren Arbeitsabläufe sowie die Patientenversorgung optimieren. Im Kontext der digitalen Transformation des Gesundheitswesens sind zudem mehrere wegweisende Neuerungen vorgesehen. Dazu gehört eine erweiterte Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA), um die Sicherheit der Arzneimitteltherapie zu verbessern und Medikationsfehler zu minimieren. Diese digitalen Funktionen sollen Apothekern erleichtern, potenzielle Risiken bei der Medikation frühzeitig zu erkennen. Verpflichtende E-Rezepte für spezielle Medikamente ab 2028 Ein weiterer zentraler Aspekt der Digitalisierung ist die geplante Einführung von verpflichtenden elektronischen Rezepten für Betäubungsmittel und spezielle T-Rezepte. Ab März 2028 sollen diese sensiblen Verschreibungen ausschließlich in digitaler Form ausgestellt werden. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Nachvollziehbarkeit und Sicherheit im Umgang mit solchen Medikamenten zu erhöhen, und stellt einen wichtigen Schritt in der Digitalisierungsstrategie des deutschen Gesundheitswesens dar. Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung