Ambulante IT-Offensive: Ministerium plant ab 2027 neuen Digitalfonds für Praxen
Mit einem neuen Zukunftsfonds will das BMG ab 2027 die Digitalisierung ambulanter Einrichtungen vorantreiben. Vorgesehen sind jährlich 25 Millionen Euro, die allerdings durch Einsparungen beim Innovationsfonds gegenfinanziert werden.
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Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) beabsichtigt, den technischen Fortschritt im niedergelassenen Sektor gezielter zu unterstützen. Ein aktueller Referentenentwurf für ein Gesetz zum Bürokratieabbau und zur Hilfsmittelmodernisierung sieht vor, hierfür einen zweckgebundenen Zukunftsfonds für die digitale Gesundheit zu etablieren. Das Förderprogramm soll ab dem Jahr 2027 anlaufen und mit einem jährlichen Volumen von 25 Millionen Euro ausgestattet werden. Die Finanzierung erfolgt über die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds. Vorgesehen ist die Unterstützung zentraler Bausteine der ambulanten Versorgung: - Konzeption, Erprobung und wissenschaftliche Evaluation neuer digitaler Werkzeuge - Skalierung und breite Implementierung praxistauglicher Anwendungen - Ausbau der digitalen Infrastruktur und Anhebung von IT-Sicherheitsstandards Die Bereitstellung der Mittel ist jedoch mit Einschnitten an anderer Stelle verbunden: Der bestehende Innovationsfonds soll um die entsprechende Summe von jährlich 25 Millionen Euro reduziert werden. Die fachliche Bewertung und Bewilligung einzelner Projekte soll künftig in den Zuständigkeitsbereich eines Digital Health Council fallen. Quelle: Deutsches Ärzteblatt